…Wohnbau im großen Maßstab und das Ganze aus Holz – und nicht in Vorarlberg, sondern in Wien?
…ein
Projekt von Johannes und Hermann Kaufmann, das dafür verdienter Weise
bereits den Holzbaupreis Vorarlberg, den best architects08-award und den
Global Award for sustainable architecture 2007 erhielt, hat auch mich
in Bezug auf die CO2-Problematik sehr beeindruckt:
Im Rahmen
eines ausgeschriebenen Bauträgerwettbewerbs des Klimaschutzprogrammes
der Stadt Wien setzte sich das Architektenduo, das sich bereits seit
zwanzig Jahren mit dem Thema Holz auseinandersetzt, durch….
Die
Wohnanlage im 21. Bezirk entstand unter dem Aspekt, dass sich
mehrgeschossiger Holz- oder Holzmischbau in Niedrigenergiebauweise unter
den Bedingungen eines sozialen Wohnbaus in Stadtlage realisieren lässt.
Holz
biete, so Hermann Kaufmann, einen guten Lösungsansatz für die CO2
Problematik, da Holz CO2 verbraucht und speichert und somit dieser
Baustoff CO2 aus dem Kreislauf nimmt.
Ein weiterer Ansatz ist der
Herstellungsprozess – da Holz kaum fossile Energie verbraucht, sondern
als einziges Baumaterial mit Sonnenenergie entsteht. Holz bietet darüber
hinaus ein gesundes Umfeld fürs Wohnen.
Ausgehend von einem
Konzept, dass sich nicht gegen die Umgebung abzugrenzen versucht,
sondern das Marchfeld durch die Siedlung fließen lässt, sind drei
Baukörper – außerhalb von Reih’ und Glied – dicht an die Bebauungsgrenze
gesetzt. Zwischen den im Untergeschoß massiv und in den drei
Obergeschossen in tragender Brettsperrholzkonstruktion ausgeführten
Bauteilen entsteht ein durchlässiger Hofbereich mit differenzierten
Aussenräumen. Vorgestellte, hoch wärmegedämmte Fassadenelemente aus
naturbelassenem Lärchenholz umhüllen die Baukörper und schaffen in
Kombination mit farbigen Schiebeläden ein wohnliches Ambiente. Die
Wohnungen sind größtenteils nach Süden und Westen ausgerichtet und
bieten in der Durchmischung unterschiedlicher Typen und Größen
vielfältige Wohnsituationen.
Foto: www.global-award.org

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