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Safe House

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In der Nähe Warschaus garantiert das Safe House, das das junge polnische Architekturbüro KWK Promes unter Robert Konieczny gemeinsam mit dem Bauherrn entwarf, ein sicheres Gefühl für seine Bewohner.

Nicht nur das Grundstück ist straßenseitig von geschosshohen Mauern abgeschottet, sondern auch die Fassade des Flachbaus lässt sich vollkommen schließen und ergibt das Bild eines grauen Quaders.

Die Erscheinung und die Transparenz des Gebäudes verändert sich über die beweglichen Wände und Wandteile, die 2,2 Meter hoch und 15 beziehungsweise 22 Meter lang. Die 2,8 m hohen und teilweise 3,5 m breiten beweglichen Elemente der Gebäudehülle lassen sich bis zu 180 Grad aufklappen. Die gesamte Südfassade zum Garten lässt sich über ein gigantisches Rolltor öffnen oder schließen.

Sobald sich die Fassade zum Garten öffnet, fahren seitliche Wände auf der Ost- und Westseite bis an die Mauer auf der Eingangsseite und bilden mit dieser einen Innenhof. Wird ein Besucher durchs Tor hineingelassen, wartet er zunächst in diesem Hof, bis er durch die mittige, schmale Tür Zutritt zum Haus erhält. Zugleich verhindern die ausgefahrenen Mauern, dass Kinder, die im Garten spielen, unkontrolliert zur Straße laufen können.

Ein langer eingeschossiger Riegel mit Swimmingpool dockt seitlich über einen Verbindungsgang an. Eine ebenfalls ein- und ausklappbare Zugbrücke erschließt das Dach des Riegels, das als Terrasse dient.

Wohnraum und Esszimmer orientieren sich nach Süden und sind mittels Schiebetüren abtrennbar. Zentral im Raum steht die Treppe, Nebenräume und kleinere Individualräume sind zur Straße hin nach Norden angeordnet. In geöffnetem Zustand gehen die hellen und geräumigen Wohnbereiche fließend in den Garten über. Große Glasflächen ermöglichen passive Solargewinne im Winter, verhindern aber eine Überhitzung im Sommer. Über Nacht, wenn die Fassaden geschlossen sind, kann die gewonnene Wärme gespeichert werden.

Alle beweglichen Elemente werden von einer Technikzentrale im Erdgeschoss über Elektromotoren gesteuert. Die feststehenden Teile des Hauses sind aus Beton, die mobilen als leichte, mit Mineralwolle gedämmte Stahlkonstruktionen errichtet. In geschlossenem Zustand entsteht so eine durchgehend gedämmte Gebäudehülle. Diese ist mit wasserdichten, zementgebundenen Holzplatten verkleidet.

Die Energieversorgung erfolgt über ein Solarsystem mit Wärmepumpe, ergänzt durch eine Gasheizung sowie eine mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung.

Das Haus wurde bereits für den Mies van der Rohe Award 2008  nominiert und auf der Shortlist des World Architecture Festival Award 2009 gelistet.

Foto: KWK PROMES

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