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Kirche meets Event

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Eine Kirche zum Hinschauen. Eine Kirche zum Mitmachen. Eine Kirche in der all jenen, denen Musik, Performance und Wortwitz Vergnügen bereiten, ein kulturelles Zuhause geboten wird. Die Lutherkirche ist eines der seltenen neogotischen Gebäude in Köln.

1889 als Kirche der wachsenden evangelischen Gemeinde in Nippes gebaut, vom Architekten unentgeltlich vollendet, ist sie von Anfang an ein Beispiel dafür, wie Unmögliches möglich gemacht werden kann. Die außergewöhnliche Atmosphäre des Raumes, sein architektonisches Charisma und die harmonisch aufeinander abgestimmte Material- und Farbwahl, ergeben die einheitliche Ausstrahlung, welche diese Kirche heute noch zu eine der schönsten evangelischen Kirchen Kölns macht.

Die Besonderheit dieser Kirche zeigt sich darin, dass sie neben den Gottesdiensten mit Pfarrer Thomas Dietrichs, jedem Kulturbegeisterten weit über Kölns Grenzen hinaus, seine Pforten öffnet. Geschaffen wurde ein Raum der Begegnung und Gemeinschaft, ohne Wertigkeit dem Glauben gegenüber, in dem jeder auf intensive und persönliche Art Kulturevents erleben kann. Geboten werden Live-Musik, Lesungen, Kabaret und Kleinkunst. Inhaltlicher Grundgedanke bildet unter anderem der Kirchenraum mit dem sich die Künstler thematisch auseinandersetzen und der die Veranstaltungen prägt. Sei es die besondere Akustik, die Auseinandersetzung mit Licht, mit Gemeinschaft, mit Raum und Zeit oder mit Spiritualität – hier werden Künstlern keine Grenzen gesetzt.

So hat sich die Kulturkirche Köln in kurzer Zeit zu einer etablierten und anerkannten Größe der Kölner Kulturlandschaft entwickelt. Gleichwohl hat sich die Gemeinde mit  dieser Form von Kirchenraumnutzung ein solides Fundament geschaffen,um verstärkt in die Kinder- und Jugendarbeit in Köln Nippes zu investieren, sowie in die vielen anderen sozialen Projekte, die durch diese Gemeinde getragen werden.

.An diesem innovativen und gedanklich fortschritlichen Projekt durfte das Team der Firma NextMove aus Münster unter Lichtplaner Christian Mentrup bewegtes und bewegendes Licht mitgestalten und baulich umsetzen.

In einem ersten Bauabschnitt wurde die Funktionalbeleuchtung erneuert und um eine Sonderbeleuchtung ergänzt. Die Grundbeleuchtung im neogotischen Kirchenschiff wurde in enger Kooperation mit dem Metallgestalter Dieter Silling aus Münster konzipiert und gefertigt. Grundlage bilden Halogenspots, die in elegant rund gehaltenen Alukonstruktionen auf drei Kreisen je Leuchtenträger dimmbar und in klassischer Downlightart angeordnet sind. Die wie zwei überdimensionale Kranzleuchter im Bauhausstil wirkenden Lichtkonstruktionen erhalten das architektonische Gesamtkonzept und bieten trotz allem vielfältige Grundlichtsituationen. Die Kranzleuchter können zu Servicezwecke herabgelassen werden. Unterstützt wird diese direkte Beleuchtung von dimmbaren Wandleuchten im Eingangsbereich und in den Umgängen.

Eine weitere Herausforderung bestand in dem Herausarbeiten der architektonischen Aussage des 1889 erbauten neogotischen Kirchenraumes sowie die Verbindung der Nutzungsansprüche übergreifend zu erhalten.

Die Lösung fand sich im Einsatz von sechs Alien 02 Scheinwerfern aus dem Hause Martin. Die Geräte sind DMX – steuerbar und mit CMY – Farbmischung ausgestattet. Als Uplights auf den Kranzleuchtern installiert bringen die Alien 02 das Kirchengewölbe in farblicher Abstimmung zur Wand– und Altarabwicklung vollends zur Geltung.

Ergänzt wird das Konzept durch zwölf Bodeneinbauscheinwerfern von Martin, die ebenfalls über subtraktive Farbmischung verfügen und mit den übrigen Komponenten interagieren. Der Einbau der Bodenstrahler in den gefliesten Kirchenboden geschah derart behutsam, dass weder Fundament noch Statik beeinflusst worden, und der Eindruck entsteht, dem Boden im Original zu sehen. Um den immer wieder benötigten flexiblen Lichtsituationen während der Gottesdienste oder Kulturevents gerecht zu werden, kommen zusätzlich zwei kopfbewegte Martin MAC 250 wash zur farbdynamischen Ausleuchtung um den Bereich der Kanzel, des Altars oder den des Taufbeckens zum Einsatz.
Wie sich schon aus dem Anforderungsprofil der unterschiedlichen Nutzung zeigt, benötigt man eine unkomplizierte Steuerung und Handhabung der gesamten Lichtanlage. Die Grundbeleuchtung, bestehend aus dimmbarem Weißlicht und den festinstallierten Farbwechslern, wird während der Gottesdienste und des kirchlichen Normalbetriebes über ein E:Node Wandterminal der Firma E:Cue gesteuert. Hier stehen 10 per Tastendruck abrufbare Lichtszenen in dezentem Weiß- und pastellen Farblicht zur Verfügung, welche den liturgischen Ablauf der Gottesdienste unterstreichen.

Bei Eventveranstaltungen kommt die Hybridkonsole Licon LX 1 zum Einsatz. Es erfolgt eine automatische Vorrangschaltung, mit der die Konsole sowohl das komplette DMX steuerbare Grundlicht inklusive der Farbwechsler als auch das zusätzliche Showlicht bestehend aus vier Martin MAC 550 Profile, Parlicht, Stufenlinsen und Profilscheinwerfern steuert. Neben der Konzeption und Planung, der baulichen Ausführung und Programmierung der Anlage, übernahm die Firma NextMove die Schulung der Mitarbeiter an der Steuerkonsole.

Entstanden ist eine hochflexible und innovative Anlage, die sich den verschiedensten Bedürfnissen anpasst und in Ihrem Handling einfach und überschaubar bleibt.
Projektinfos:

Investor/Betreiber: Kulturkirche Köln
Lichtdesign: NextMove, Christian Mentrup
Planung+Ausführung: NextMove, Christian Mentrup
Fertigung Leuchtenträger: Silling Metallgestaltung mit Next Move
DMX-Programmierung: NextMove, Ralf Stroetmann

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