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Kirche als Kunstwerk

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Mit der Lichtinstallation „Lux aeternam“ inszenierte Lichtdesigner Michael Kantrowitsch im Rahmen der „Nacht der offenen Kirchen“ in Passau die Architektur des Domes St. Stephan. Farbspiele nahmen dabei den Besucher mit auf eine spirituelle Reise. Die Lichtstimmungen zu musikalischen Programmpunkten gingen unmittelbar auf die Stimmung der Musik und der Texte ein. Kantrowitsch setzte bei seiner Materialwahl auf Produkte von DTS, Vari Lite und MA Lighting.

Farbspiele nahmen dabei den Besucher mit auf eine spirituelle Reise. Foto: Thomas Jäger

Rund 10.000 Besucher kamen zu der Nacht und erlebten unter anderem im Rahmen einer fünfstündigen Präsentation, die Beleuchtung von St. Stephan 
Platziert an den Säulen im Mittelschiff lieferten DTS FOS farbige Akzente und Kontraste im Zusammenspiel mit den Halogen-Leuchmitteln der VL1000 TSD von Vari Lite. Die Delta R wiederum sorgten in den Seitenschiffen für die Beleuchtung von zehn Seitenaltären und Deckengemälden.

„Ich wollte die beeindruckende Architektur sowohl in Ihrer Größe unterstreichen, als auch die räumliche Tiefe durch unterschiedliche Lichtrichtungen wie auch Farbgebungen visuell beeinflussen“, erklärte Kantrowitsch, „Dabei ging es mir gleichermaßen auch um eine gezielte Betonung von Einzelheiten, die aufgrund der Größe und der beinahe erdrückenden Bildgewalt und Ornamentik im Dom hervorgehoben werden sollten. Ein weiteres Kriterium war die Stimmigkeit zwischen Musik und Licht.“

Licht ist ein lebendiges Ornament

Aus gutem Grund nutzte Kantrowitsch nicht das volle Potential der LED-Leuchten. „Der Dom ist überwiegend in weiß gehalten. Jeder Quadratzentimeter sprach somit auf unsere Beleuchtung an. Gleichzeitig ist der Dom voller Ornamente. Die Architektur ist großartig und ich wollte das mit meinem Design hervorheben. Daher habe ich die Beleuchtung bewusst einfach gehalten zumal Licht auch ein Ornament ist. Der Unterschied ist, es kann wachsen und wieder verschwinden – Licht ist ein lebendiges Ornament.“

Sechs Vari Lite VL 1000 TSD wurden zur gezielten Ausleuchtung genutzt - im Altarraum und 14 an den Säulen des Mittelschiffes genutzt und waren unauffällig postiert. Das warme Weiß des Halogen-Leuchtmittels mit 3.200K passte perfekt zur stimmungsvollen Inszenierung des komplett weißen Kirchenraumes. So konnten angenehme Kontraste zur Farbmischung der LED-Scheinwerfer geschaffen werden. Die Blendenschieber waren für die gezielte Anleuchtung von Figuren, Säulenkapitellen und Gemälde unverzichtbar. Hinzu kommt die Abwesenheit von Lüftergeräuschen, die diesen Scheinwerfer für die Beleuchtung im sakralen Raum so einzigartig machen.

Projektinfos

Lichtplanung:
arsluminis lighting design mit Michael Kantrowitsch, Max Brokbals, Nicole Behrends und Heiko Teppner

Mitwirkende:
Die HAWK (Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim), Pielage Showtechnik, die Schalldruck GmbH und die NiClen GmbH lieferten das Licht-Equipment.

Eingesetzte Produkte:

    * 24 x DTS FOS 100, 20 x DTS Delta R Full Colour
    * 20 x Vari Lite VL1000 TSD
    * 1 x grandMA full-size
    * 3 x MA 2Port Nodes
    * 3 x drei MA DMX-Booster

­http://www.highlight-web.de

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