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GREEN BUILDING Freiburg

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Auf der Expo 2010 in Shanghai präsentiert Deutschland ein Referenzobjekt für ökologisches Bauen, das auf dem Grundsatz des FÜNF-FINGER-PRINZIPS des Architekten Wolfgang Frey (Ökologie, Ökonomie, Gestaltungswille, Gesellschaft, Anreizsysteme) grundlegende Bestandteile der nachhaltigen Architektur aufzeigt…

Das GREEN BUILDING Freiburg ist ein mehrgeschossiges Mehrfamilienwohnhaus in massiver Holzbauweise, das durch die Zusammenarbeit mit den Materialprüfungsanstalten in Braunschweig und Leipzig ermöglicht wurde. Decken, Wände, Böden sind aus massiven Holzplatten hergestellt. Bisher war es aus brandschutzrechtlichen und aus baurechtlichen Gründen nicht möglich in Deutschland ein Mehrfamilienhaus aus Holz zu bauen. Die hohen Auflagen haben die Verwendung von Holz als statisches Bauteil verhindert. Die vom Architekturbüro mitentwickelte Bautechnik der massiven Holzwandbauplatten ermöglicht, aufgrund ihrer speziellen bautechnischen Eigenschaften, im Brandfall deren Einsatz als statisch tragendes Bauteil.

Die vorgelagerten Übergangszonen bilden eine zweite Fassadenebene, deren Stützkonstruktion für klimaausgleichende Fassadenvegetation vorgesehen ist. Dadurch wird auch die Aufenthaltsqualität des Lebensraumes Wohnung kostengünstig erhöht. Die Stützen dienen zudem als Tragkonstruktion für die Solartechnik.

Die Dachfläche ist eine vollständig begrünte Dachgartenebene, die mit Photovoltaikanlagen und thermischen Solarkollektoren ausgestattet ist. Durch die Orientierung des Gebäudes gelingt die Verknüpfung ökologisches Bauen und kostengünstiges Bauen. In der Gesamtenergiebilanz entwickelt dieses Gebäude als Beispiel energieeffizienten Bauens Energieüberschüsse, so dass eine CO2 Gutschrift entsteht.

Das Haus mit elf Wohneinheiten wird von Handwerkern gebaut, die gleichzeitig auch die Bauherren sind. Zudem gewährt das Gebäude durch die Wohnungsmischung eine Grundlage für ein integratives Wohn- und Lebensmodell, indem beispielsweise jedem Bewohner Leistungen, die er für andere Bewohner erbringt, gegenverrechnet werden und in den Mieten berücksichtigt werden.

Foto: Frey Architekten Freiburg

http://architekturblog.wordpress.com/

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