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Effiziente Markenwelt

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Die im September offiziell bezogene neue Zentrale von Unilever Deutschland, Österreich und Schweiz in der Hamburger HafenCity bietet den Mitarbeitern eine spannende städtebauliche Lage, ein durch und durch ökologisch konzipiertes Gebäude und nicht zuletzt ein ebenso modernes, energieeffizientes Lichtkonzept, das durchgängig in allen Bereichen auf LED setzt.

Die zwei LED-Lichtringe im Atrium des neuen Unilever-Gebäudes bestehen aus einer 80 mm hohen Tragstruktur aus Aluminium, ...

Mit seiner transparenten Außenfassade präsentiert sich das ökologisch konzipierte Gebäude nun als attraktiver Blickfang direkt im Hafen. Nach einer nur dreijährigen Planungs- und Bauphase war die neue Unilever-Firmenzentrale in der Hamburger HafenCity im Juni 2009 bezugsfertig, nach drei Monaten war der Umzug vom bisherigen Gebäude am Dammtorwall vollendet. Auf 30.000 Quadratmetern bietet der neue Unternehmenssitz, geplant von Behnisch Architekten Stuttgart, heute Arbeitsplätze für fast 1.200 Mitarbeiter.

Ausgezeichnete Ökologie
Ein innovatives Ökologiekonzept hat für Unilever von Beginn an eine wichtige Rolle gespielt. So ist die neue Konzernzentrale das weltweit größte Gebäude, welches komplett mit energieeffizienten LED-Leuchten ausgestattet ist. Weitere Nachhaltigkeitsaspekte, wie eine Bauteilaktivierung zur Kühlung, eine Wärmerückgewinnungsanlage auf dem Dach des Atriums oder der umfassende Einsatz von ökologisch optimierten Baustoffen haben dem Gebäude bereits den Bex Award eingebracht. BEX steht für „The Building Exchange“, eine internationale Plattform, auf der sich Bauunternehmen, Architekten und Investoren austauschen.

Einer ihrer Partner ist der World Green Building Council. Das Forum zeichnet Gebäude unter Aspekten wie Innovation, Nachhaltigkeit und Futurismus aus. Das Unilever-Haus erhielt den Award für seinen Beitrag zum städtebaulichen Umfeld. Die Hafencity Hamburg GmbH hat die neue Unilever-Zentrale zudem mit dem Umweltzeichen in Gold ausgezeichnet. Die beachtliche Architektur des nach außen maritim anmutenden Unilever-Gebäudes zeigt sich dem Besucher insbesondere beim Eintreten. Lichtdurchflutet und mit einem Glasdach überspannt, erhebt sich in seinem Zentrum über alle sieben Geschosse ein beeindruckendes Atrium.

Auf jeder Etage befinden sich offene Meetingpoints. Treppen und Verbindungsstege durch das Atrium vernetzen gegenüberliegende Räume und schaffen Platz für Begegnungen. Als Trendsetter erweist sich das Unilever-Haus aber auch dank der öffentlichen Passage im Erdgeschoss. Denn nur, wer das Atrium selber betreten hat, kann sich einen Eindruck von der freundlichen und unbeschwerten Stimmung verschaffen, die zum Verweilen anregt. Die Mitarbeiter tragen in Ihrem neuen Gebäude mit Blick auf Atrium und Elbe zum Wachstum von Topmarken wie Knorr, Rama, Becel, Langnese, Ben & Jerry’s, Dove und Axe bei.

Diese und viele weitere Unilever-Produkte können Konsumenten ab Juli im Unilever-Shop kaufen. Das Langnese-Café mit Sommerterrasse und Elbblick sorgt zudem für mediterrane Urlaubsstimmung, im Dove Spa können sich Besucher und Mitarbeiter verwöhnen lassen. Zusätzlich entsteht in einer Versuchsküche ein innovatives Trainingscenter für Profiköche.

Licht aus LED
Die komplett auf LED ausgerichtete Beleuchtung wurde von Nimbus aus Stuttgart geliefert. Nimbus-Firmengründer und Geschäftsführer Dietrich Brennenstuhl arbeitet mit seinem Team aus Ingenieuren und Designern bereits seit über 10 Jahren an der Entwicklung effizienter LED-Beleuchtung. Das Spektrum der Anwendung reicht dabei vom Einfamilienhaus bis zum Großprojekt. Davon ließ sich auch Michael von Rudloff, Geschäftsführer Supply Chain bei Unilever und Projektleiter des Neubaus, überzeugen.

Bei seinem Besuch im Nimbus Ausstellungs- und Licht-Simulationszentrum „Mock-up“ in Stuttgart hat er sich die Unterschiede zwischen konventioneller Beleuchtung und effizienten LED-Leuchten demonstrieren lassen – und zeigte sich sehr beeindruckt. So wurde aus der ursprünglichen Absicht, nur die Arbeitsplätze mit LED-Leuchten auszustatten, ein Großauftrag: mit 3.000 Serien- und Sonderleuchten für Funktionsbereiche wie WCs, Treppenhäuser und Flure. Nimbus zeichnet schließlich verantwortlich für die gesamte Allgemeinbeleuchtung der neuen Unilever-Hauptverwaltung. Am Strandkai 1 kommt nun die gesamte Bandbreite der LED-Leuchten zum Einsatz – von der Serie bis zur Sonderleuchte.

Bis es soweit war, wurde von Nimbus selbst maximale Flexibilität und Effizienz gefordert. Denn von der Entscheidungsfindung über den Entwurf, die Planung, die Entwicklung von Sonderleuchten – inklusive der Entwicklung von 13 verschiedenen Varianten der „Modul R“-Leuchte – bis zur Produktion und der Anlieferung vor Ort lagen nur knapp neun Monate. Inzwischen wurde auch die runde Modul R-Leuchte in die Serien aufgenommen. Über 1.400 Office Air LED-Leuchten erhellen nun die Arbeitsplätze der Unilever-Mitarbeiter.

Q-Module-Leuchten schaffen eine helle Atmosphäre im Bereich der Aufenthalts- und Verkehrsflächen, im Atrium leuchten die aufgrund ihrer mit bis zu 10 m Durchmesser spektakulär wirkenden LEDLichtringe. Diese wurden in Zusammenarbeit mit Behnisch Architekten und Licht01 entwickelt. Die technische Umsetzung lag bei Nimbus, für die statische Berechnung zeichnete das Büro Werner Sobek verantwortlich. „Der Einsatz der LED-Leuchten bedeutet zwar 20 bis 30 Prozent höhere Anschaffungskosten, aber diese amortisieren sich durch die erheblich geringeren Betriebs- und Wartungskosten schon nach kurzer Zeit“, erläutert Nimbus-Entwicklungsleiter Dr. Uwe Slabke das einzigartige Beleuchtungs- und Energiekonzept.

Unilever hat frühzeitig die Zeichen der Zeit erkannt: Ökologische Verantwortung macht sich auch ökonomisch bezahlt. „Es war uns ein Bedürfnis, einen Ort der direkten Begegnung zwischen Unilever-Mitarbeitern und den Konsumenten herzustellen. Gleichzeitig haben alle Besucher die Möglichkeit, unsere Marken live zu erleben,“, erklärt Michael von Rudloff, Geschäftsführer Supply Chain bei Unilever und Projektleiter des Neubaus. „Ob Knorr, Rama, Langnese, Dove oder Axe – mit der einzigartigen Architektur unseres Gebäudes bringen wir die einzelnen Unilever-Markenwelten, die früher lediglich nebeneinander in einem Bürohaus saßen, zusammen. Heute ist es die Marke Unilever, die überall im neuen Gebäude sichtbar wird und uns eine gemeinschaftliche Identität verleiht“, so von Rudloff abschließend zu der gelungenen Neuinszenierung im Gebäude.

Fotos: Sabine Vielmo, Hamburg

http://www.highlight-web.de

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